Wanderung auf Upplandsleden

Rastplatz am Finnsjön, Floran Foto Berndt Godin

 

UPPLANDSLEDEN– EIN NATURERLEBNIS

 

WILLKOMMEN AUF DEM UPPLAND WANDERWEG

Eine Wanderung auf dem Upplandsleden erfüllt dich nicht nur mit einem ruhevollen Naturerlebnis, du entdeckst auch ein Stück von Uppland auf eine ungezwungene und stressfreie Art.

Der Wanderweg schlängelt sich von den Buchten des Mälaren im Süden bis zu Dalälvens Schären im Norden.

Du wanderst über Moore – bedeckt mit Multbeeren und belebt von Birkhühnern - bdurch die von Eulen und Spechten bewohnten Wälder und entlang von schmetterlingsreichen Ackersäumen und Laubwäldern.

Folge einfach den orangen Markierungen auf den Bäumen und den Wegweisern, so erreichst du dein Ziel.

 

AUSRÜSTUNG

Um auf dem Upplandsleden wandern zu können bedarf es keiner umfangreichen oder teuren Ausrüstung. Es reichen normale Trekkingschuhe oder stabiles Schuhwerk, nur im Frühjahr oder bei nassem Wetter ist es besser mit Stiefeln zu wandern. Mit Hilfe von Stegen kann man Moore und Feuchtgebiete gut überqueren und über Bäche und Flüsse gibt es Brücken.

                      Hilfreiches was man in seinem Rucksack mithaben sollte sind außer Verpflegung auch Regenkleidung, Sitzunterlage, Wasserflasche, etwas Süßes und vielleicht einen Pullover. Wenn du richtig neugierig bist, kannst du ebenso einen Feldstecher und einen Naturführer mitnehmen. In den Buchhandlungen gibt es eine Vielzahl an guten Büchern über Vögel, Schmetterlinge und Pflanzen.

 

PAUSEN UND FEUERSTELLEN/SYMBOLE

Entlang des Upplandsleden gibt es an vielen Stellen einen Windschutz. Du kannst in diesen übernachten (sie schützen allerdings nicht vor Mücken), es gibt Feuerstellen und in den meisten Fällen ein Plumpsklo. Zwischen den Windschützen gibt es einfache Rastplätze mit einer Feuerstelle und Bänke. Auf einigen Plätzen kann man zudem in einem Haus übernachten.

Bitte sei so nett und nimm deinen Müll wieder mit!

                      Wenn du Feuer machen willst, solltest du warten bis du zu einer der bereitgestellten Feuerstellen kommst. Hier kannst du immer ein sicheres Feuer machen (du solltest es bei einem Feuerverbot jedoch unterlassen). Feuerholz wird zur Verfügung gestellt, wenn es keines gibt, darfst du Zweige und Äste vom Boden nehmen. Es ist nicht erlaubt Äste abzubrechen, Bäume zu fällen oder Rinden von lebenden Bäumen zu verwenden. Vergiss nicht das Feuer jedes Mal ordentlich zu löschen!

                      Die Campingplätze haben geöffnet während der Wandersaison. Dort gibt es Parkmöglichkeiten, einfache Verpflegung und Wasser.

                      Die Symbole für Wasser markieren einen Zapfhahn oder eine Pumpe, dieses Wasser ist genießbar.

 

ALLEMANSRÄTTEN

In Schweden hat jeder Mensch das Recht sich frei in Wald und Feld zu bewegen. Gleichzeitig sind wir es der Umwelt schuldig Rücksicht zu nehmen und Behutsamkeit zu zeigen. Du darfst Blumen (solange diese nicht unter Naturschutz gestellt!), Beeren und Pilze pflücken. Du darfst ebenso 24 Stunden zelten ohne den Grundbesitzer zu fragen, aber du darfst keine Unordnung anrichten, ein fremdes Grundstück betreten oder Flora und Fauna beschädigen.

                      Vergiss nicht deinen Hund so zu beaufsichtigen, dass er der Tierwelt nicht schaden kann, zwischen dem 1. März und 20. August müssen Hunde an die Leine.

                      Im Naturreservat gelten besondere Bestimmungen, diese sind den jeweiligen Informationstafeln zu entnehmen.

Upplandsleden ist für Wanderer. Reiter und Fahrradfahrer sollten den Wanderweg meiden und den Pfad vor allem nicht beschädigen.

 

VOR DER WANDERUNG

Upplandsstiftelsen und respektive die Kommunen arbeiten ständig an Verbesserungen auf dem Upplandsleden. Es gibt jederzeit Ideen und laufende Projekte, um deine Wanderung sorgenfreier und angenehmer zu gestalten. Das kann bedeuten, dass Karte und Realität an manchen Stellen nicht übereinstimmen. In diesem Fall gilt die Realität, was heißt, dass du den orangen Markierungen auf den Bäumen und Pfosten folgst.

                     

 

SUNNERSTA – LUNSEN - FJÄLLNORA – LUNSEN – KNIVSTA – FORSBYÅN

Der Upplandsleden fängt beim Freizeitzentrum in Sunnersta (Stadtteil von Uppsala 1) an. Hier gibt es Bewirtung, Dusche und Sauna.

                      Auf einfach zu gehenden Pfaden kommst in den Wald von Lunsen. Hier wird die Umgebung von kargem und flachem Gelände geprägt, abwechselnd mit kleineren Sümpfen und Mooren. Ein geeigneter Rastplatz befindet sich bei der Lichtung von Lunsentorpet. In dieser frei zugänglichen Hütte kannst du ohne Anmeldung übernachten.

 

 

 Lunsentorpet Foto Berndt Godin                   

 

 

Lunsentorpet wurde ursprünglich 1846 errichtet. Nur 35 Jahre später wurde sie wieder aufgegeben und verfiel nach und nach. 1988 wurde diese Kopie mit zeittypischer Einrichtung eingeweiht.

                      Wenn du den Weg Richtung Fjällnora wählst, kommst du bald zum Rastplatz bei Fläktan. Außer der Hütte gibt es hier noch eine Wasserstelle. Elche und Wild werden hier oft gesichtet und sowohl Krickente, Schellente als auch Waldwasserläufer paaren sich in der Umgebung.

                      Von Moralund führt die Wanderung anschließend einer Landstraße entlang über Storåns Talschlucht. Heute windet sich der Fluss (Å bzw. Ån bedeutet Fluss) in gemählichem Tempo vorwärts, während diese Gegend in der späten Urgeschichte eine segelbare Meeresbucht war. Wenn du hier im im Frühjahr oder Herbst vorbeikommst, ist es Wert nach Zugvögeln zu spähen. Mehrere verschiedene Raubvögel und Watvögel passieren diese offene Talebene. Nach dem Fluss kommst du zur Mühle von Väsby aus dem Jahre 1876 und zur Kirche von Lagga, errichtet im 13. Jahrhundert.

                      Der Wald Richtung Fjällnora ist abwechslungsreich und leicht begehbar, aber mit einem Teilstück mit Holzschlag und blockreichem Gelände. Bald näherst du dich dem mehr kupierten und seenreichen Gebiet um den Fjällnora Friluftsgård.

                      Ein Stück weiter westlich von Lunsentorpet fängt der Teil des Wanderweges an, der nach Süden Richtung Knivsta führt. Nach ein paar Kilometern näherst du dich der kleingekammerten Agrarlandschaft westlich von Knivsta. Via leicht begehbaren Traktorwegen und Pfaden kommst du zum Windschutz beim Brantshammar See (See auf schwedisch bedeutet ‚sjö’, beachte die Namensgebung in den Karten) mit einer tollen Aussicht über den See.

                      Der Upplandsleden führt über den Parkplatz bei Ängby durch Knivsta und ist zum/vom Bahnhof markiert. Südlich des etwas dichterbesiedelten Ortes, setzt sich deine Wanderung Richtung Sigtuna fort. Der Weg geht entlang der Eisenbahntraße, biegt aber bald in Waldpfade ein, vorbei an dem Dorf Skottsila und nähert sich nach und nach der Brücke über den Fluss Forsby. Im Winter kannst du auf den Steinen am Flussrand vielleicht die Wasseramsel erspähen, ein Wintergast in dieser Gegend.

 

FJÄLLNORA – LÄNNA – ALMUNGE – KNUTBY – KOBOL – PANSARUDDEN

Der Upplandsleden zwischen Fjällnora und Länna wird auch Lännasteig genannt, ein Natur- und Kulturpfad. Du kannst im Folder ‚Lännastigen’ mehr über die 19 markierten Sehenswürdigkeiten entlang des Pfades lesen. Den Folder gibt es beim Freizeitzentrum in Fjällnora bzw. kann dieser bei Upplandsstiftelsen bezogen werden.

 

Foto Berndt Godin                     

 

 

Fjällnora beginnen die Wälder Richtung Norden! Nur auf wenigen, kurzen Streckenabschnitten bewegts du dich in offener Landschaft. Der gutbegangene Pfad führt durch alten, blockreichen Naturwald.  Entlang des Lötsjön gibt es neben dem Borgardalsbad, mehrere feine Rastplätze mit schöner Aussicht.

                      Ein guter Ausgangspunkt, egal ob du mit dem Auto, dem Bus oder dem Museeumszug Lennakatten anreist, ist Kopphagen an der südlichen Einfahrt nach Lenna. Von dort geht die Wanderung ostwärts durch die alte ‚Bruk’ Länna. Bruk — so heißen häufig Industrieorte, in denen Bodenschätze bearbeitet werden. Bei deiner Wanderung auf dem Upplandsleden kommst du an vielen solchen industriehistorischen Orten vorbei, die in der Geschichte Upplands eine besondere Bedeutung haben. Kurz nach Länna passierst du Harparbolund, ein edler Laubwald, welcher von der Forstwirtschaft lange Zeit nicht beeinflusst wurde. Die Vielzahl alter und toter Bäume bildet einen großartigen Lebensraum für Insekten und höhlenbauende Vögel.

                      Wenn du deine Wanderung von Almunge aus starten willst, gibt es eine gute Parkmöglichkeit beim Arlandavägen, Straße 273.

                      Einige Kilometer nach Almunge kommst du zum Söderbysjön, hier findest du etwas abseits des Weges einen gutgepflegten Badeplatz. Danach führt eine 14 Kilometer lange Waldwanderung weiter, die nur durch kürzere Forststraßenabschnitte unterbrochen ist.

                      In Knutby gibt es gute Parkmöglichkeiten bei der Bezirkskrankenversorgung südlich des Dorfes. Via des beleuchteten Parcours, der Landstraße und Traktorwegen gelangst du zum Hosjön. Während der April und Mai Monate herrscht hier ein reiches Vogelleben. Wildenten, Gänse und Schwäne tummeln sich in großen Schwärmen auf dem offenen Wasser, während Seeadler und andere Raubvögel entlang der Strände patroullieren.

                      Umzäunt von alten Laubwäldern liegen die kleinen, heute stillgelegten Bruken von Vällnora und von Bennebol. Mehr Informationen dazu findest du auf unserer Homepage. Von Vällnora führt ein beschilderter Weg zu einer prähistorischen Fluchtburg. Wenn du dem Weg ca. 400 m, den steilen Hügel hinauf folgst, siehst du die Reste der Fluchtburg und ihrer Steinmauer, zudem hast du eine weite Aussicht über den See und die Umgebung.

                      In Kobol befindet sich das Fyrväpplingens Sportfiskecamp (Fyrväppling bedeutet vierblättriges

                      Ein paar Kilometer weiter, westlich von Kobol, betrittst du das Naturreservat von Pansarudden. Hier dominiert älterer Nadelwald vermischt mit etwas Sumpfwald das Landschaftsbild, typische Bewohner sind unterschiedliche Arten von Spechten, Eulen und Raufußhühnern. An vielen Stellen kannst du Reste vom Kohleabbau und von den Unterkünften der Kohlearbeiter sehen, welche an vergangene Zeiten erinnern. Innheralb des Naturreservates gibt es zwei rotmarkierte Rundwanderwege.

 

HALLSTAVIKSVÄGEN – KOLARMORA – GIMO

Nach einer etwa, ab der Landstraße, einstündigen Wanderung erreichst du Kolarmoraåns Rastplatz. Der Fluss ist gut zum Paddeln und verbindet die Seen Vällen und Aspdal. Wenn du sehr viel Glück hast, kannst du den nachtaktiven und schüchternen Fischotter sehen. Vom Rastplatz aus gehst du weiter entlag des Flusses, vorbei am Dorf Kolamora und erreichst nach wenigen Kilometern den See Gisslaren. Dieser See liegt vollkommen in der Wildnis, komplett frei von Bebauungen und Straßen und ist umgeben von geschlossenem Wald. Hier kannst du absolute Stille erleben! Am südlichen Rand des Sees gibt es mehrere feine Stellen zum Baden und Rasten.

 

                     

Foto Berndt Godin

 

 

An der Wanderung Richtung Gimo passierst du die heute abgerissenen Sommerhäuser Botmora, Finntorp und Fäboda. Die Grundmauern, Gemüsekeller, Quellen und Ackerland (heute mit Fichten bedeckt) erinnern an ein fleißiges Leben mit Selbstversorgerwirtschaft und Holzlieferungen für die großen Eisenhütten. Der letzte Pächter von Fäboda hieß Otto Olsson. Er starb 1951, kurz danach wurden alle Gebäude abgerissen.

                      Bei Fäboda kannst du zwischen einer nördlichen und einer südlichen Wegführung nach Gimo wählen, beide ungefähr gleich lang. Die nördliche geht durch das Risinge Gehöft. Dieses große landwirtschaftliche Anwesen wurde im 19. Jahrhundert gebildet als 14 kleinere Gehöfte zusammengelegt wurden.

                      Die südliche Strecke geht unter anderem auf einer Forststraße, die auf einer alten Eisenbahntraße angelegt worden ist. Die Eisenbahnstrecke war ein Anschlussgleis in das nördliche Vällen und diente dem Holztransport zum Sägewerk in Gimo. Im Jahre 1915 gebaut wurde die Eisenbahn in den 1950er Jahren wieder aufgegeben.

                      Kurz vor Vattensta passierst du ein Bergwerk wo Eisenerz abgebaut wurde.

                      Die Bruk in Gimo wurden 1615 mit der Errichtung zweier großer Eisenhämmer gegründet. Nach einer Periode des Rückgangs kam Schwedens bedeutende Persönlichkeit im Bergbau, Louis de Geer, 1650 nach Gimo und entwickelte den Betrieb weiter. Während des 19. Jahrhunderts setzte der Niedergang des Bergbaus ein, es folgte eine Erweiterung der Aufgaben im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Die Bruk und die großen Waldgebiete wurden 1936 von der Korsnäs AG übernommen.

                      Die Kirche von Skäfthammar stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. In dieser Kirche gab es spezielle Tribünen für die vallonischen Schmiede und ihre Familien.

                      Etwas weiter auf dem Weg kommst du an Gimos Herrenhaus vorbei, dieses wurde im 18. Jahrhundert errichtet und ist heute ein gemütlicher Platz zum übernachten.

                     

GIMO – ÖSTERBYBRUK – FLORAN

Nachdem du durch Gimo gegangen bist, vorbei an dem schönen Teich, geht es in Wälder hinein, welche diesmal stark beeinflusst sind von der modernen Forstwirtschaft. Lichter Wald, junger Wald und Schlag wechseln einander ab.

                      Sågarbo, Folkmora und Kakeläng sind heute Ruinen in den Wäldern, einst genutzt als Sägewerk, zur Landwirtschaft und als Sommerhaus.

                      Nach Kakeläng gehst du an einem Flößerkanal weiter. Sobald du Glamsmossen erreichst, Mosse bedeutet Sumpf, siehst du ein großes Torfabbaugebiet, wo die Gimo-Österbybruk AG im Jahre 1918 mit der Torfgewinnung begann. Reste der Torfscheunen stehen immer noch, der Abbau selber dauerte jedoch nur bis 1951 an.

                      Kurz vor Kallviken geht der Weg auf einer kaum sehbaren Rollenbrücke aus dem 17. Jahrhundert.

                      Upplandsleden führt vorbei am Asbo Naturreservat, dort gibt es Bade- und Grillmöglichkeiten.

                      Bei der Weggabelung einige Kilometer vor Österbybruk kannst du den direkten Weg nach Film wählen und weiter nordwärts zu gehen. Oder aber weshalb nicht nach Österbybruk wandern und alte Verarbeitungsstätten erkunden. Hier gibt es zudem Geschäfte, Gasthöfe, Museen, eine Konditorei und ein Tourismusbüro. Im nahegelegenen Dannemora befindet sich eine Jugendherberge.

                      Nach Boda und kurzen Passagen auf der Landstraße 290 kommst du zu einem größeren Gräberfeld mit etwa 50 Gräbern aus der Eisenzeit.

                      Der restaurierte ‚Kirchensteg’  bringt dich über den nördlichen Teil des Filmsjön. Der Steg wurde unter anderem von Kirchgängern und Schulkindern genutzt. Allerdings lag er 40 Jahre verfallen da, bevor er 1995 wieder hergestellt wurde.

                      Der Filmsjön ist ein lehmiger, flacher See der insgesamt zweimal gesenkt wurde. Der See ist, bevor seine Verlandung zu weit fortschritt, einer der vogelreichsten Seen von Uppland gewesen. Wenn du im Sommer spät abends oder in der Nacht am See vorbeikommst, kannst du vielen unterschiedliche Arten von nachtsingenden Vögeln zuhören.

                      Die Kirche in Film wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Der große Ausbau im Süden , ‚Österbykirche’, wurde 1767 auf Verlangen der Obrigkeit erbaut, um den Arbeitern Platz zu gewähren.

                      Nach dem du die Kirche passiert hast und ca. einen Kilometer auf der Landstraße gegangen bist, biegt der Weg in den ‚Malmkörarstigen’ ein. Auf einem etwas tiefergelegenen Gelände gelangst du du bald nach Vika. Die Marken um das von Wald umgebene Gehöft werden von Weidetier freigehalten. Ca. eineinhalb Kilometer nach Vika kannst du wieder zwischen zwei Wegabschnitten wählen. Die Strecke via Stormon führt durch Naturwälder, über den Gammelån und hinaus auf das Moor Storfloran. Die letzten Kilometer vor Risön gehst du an einem für den allgemeinen Verkehr gesperrten Waldweg entlang. Ein etwa ein Kilometer langer Abstecher vom Upplandsleden führt dich zu der restaurierten Kohlearbeiterunterkunft bei Brändön. Wenn du dich für den kürzeren Weg von Vika nach Risön entscheidest, kommst du bei Stenstamon mit seinen ‚toten Fichten’ und Windfall vorbei. Die Passage über das Kiefermoor gehst du auf dem 500 Meter langen ‚Königssteig’, der ein Geschenk zum 50 jährigen Jubiläum des Königs war.

                      Florarna, eines der größten und in der modernen Zeit unbeeinflussten Moorgebiete Südschwedens, wurde 1976 Naturschutzgebiet. Die Seenkette von Vikasjön bis nach Lövstabruk war während 300 Jahren Wasserreservoir für die Bruk. In der Pflanzenwelt findet man typische Gewächse für dieses Biotop, wie zum Beispiel Moltbeere, Rauschbeere, Moosbeere, Gagelstrauch, Sumpfpforst und unzählige Arten von Orchideen. Der Beginn des Frühlings ist die Zeit der Eulen und Spechte. Wenn du in einer der Hütten im Naturreservat oder auf einem Rastplatz übernachtest, kannst du verschiedene Vogelarten in der Wildnis erleben und hören. Während einer Wanderung im April/Mai wirst du das  Balzen der Birkhühner, Prachttaucher, Kraniche und Sumpfschnepfen hören. Oder warum nicht eben geschlüpfte Bläulinge und Perlmutterfalter während einer Wanderung im Sommer erleben.

 

                     

Foto Berndt Godin

 

 

Egal in welcher Jahreszeit du Florarna besuchen magst, es wird immer ein wahres Erlebnis der Wildnis werden.

                      Die Wurzeln von Risön liegen im 18. Jahrhundert. Hier gibt es eine komplett ausgerüstete Unterkunft, mehrere Anbauten mit Schlafstellen samt einer ganzjährig geöffneten Hütte, welche nicht im vorhinein gebucht werden muss. Nach einer kurzen Wanderung auf Wegen und leichtbegehbaren Pfaden kommst du bald zum Finnsjön. Hier gibt es mehrere gute Plätze um die Aussicht zu genießen und ein kurzes Bad zu nehmen. Nach einigen Kilometern Wegwanderung kommst du auf den aufgelassenen Lövsta-Eisenbahndamm, jetzt wartet eine leichte Wanderung bis nach Lövstabruk.

 

LÖVSTABRUK – ÖSTERLÖVSTA – VÄSTLAND – TRUSKSJÖN

Lövstabruk (Leufsta bruk) wurde im 16. Jahrhundert als Eisenhütte angelegt und war im 18. Jahrhundert die bedeutendste Eisenhütte des Landes. Das Herrenhaus mit seinem prachtvollen Park, Pferdeveranstaltungen und Kinderaktivitäten ist heute ein gutbesuchtes Touristenziel. Essen und Übernachtungsmöglichkeit gibt es bei Wärdshuset Leufsta (Tel. +46 294 311 22). Während der Sommerzeit haben zudem ein Touristenbüro und zwei Cafes geöffnet, hier erhält man Eis und kann eine typisch schwedische Fika genießen (Cafe mit süßem Gebäck).

                      Ca. 2,5 Kilometer nach Lövstabruk kommst du zu den Resten einer Wohnstätte die einmal das Dorf Knuters  ausmachten, ein Teil davon waren Unterkünfte für Bootsmänner. Das Dorf wurde in den 1940er Jahren niedergerissen, Brunnen, Keller und Obstbäume erinnern aber noch an die vergangene Kultur.

                      Österlövsta stieg sehr spät aus dem Meer auf. In der Steinzeit lag dieses Gebiet immer noch unterhalb des Meeresspiegels, aber wahrscheinlich wohnten hier schon zu Beginn unserer Zeitrechnung Menschen. Kurz vor der Kirche von Österlövsta passierst du Strömarån, der früher zum Flößen genutzt wurde. Die Kirche wurde 1451 eingeweiht. Um 1660 erhielt die Kirche ihren gegenwärtigen Treppengiebel. Während der Russenverwüstung 1917 erlitt die Kirche Brandschäden, aber die meisten Kirchenmalereien konnten gerettet werden.

                      Nach einer langen Waldwanderung kommst du zum Tämmaråns Tal.

                      Der Sockenname Västland (Vesland), ein Socke ist vergleichbar mit einer Diözese, findet sich in den Archiven zurück bis in das 14. Jahrundert. Hier gibt es mehrere Zeugnisse aus prähistorischer Zeit, unter anderem ein Gräberfeld bei Bolstan. Västlands Bruk wurde 1612 angelegt und 1902 aufgelassen. Es wurde beispielsweise Blech zur Herstellung von Musketen fabriziert. Etwas entfernt vom Upplandsleden in Västland befindet sich ein Windschutz.  

                      Zwischen Västland und Marma verlief früher der ‚Rödfärgstigen’. Dieser wurde von den Bewohner von Marma für den Kirchebesuch verwendet, bis sie eine eigene Kirche erhielten. Der Wanderweg folgt den Fragmenten des Pfades die noch vorhanden sind,  nachdem die Forstwirtschaft große Abschnitte beseitigt hat.

                      Tingshällarna, 38 Meter über Meeresniveau, war der erste Punkt der vor  etwa 5000 Jahren aus dem Meer herausragte. ‚Ting’ bedeutet übersetzt etwa Versammlung, ob solche hier jedoch stattgefunden haben, ist unklar.

                      Trusksjön ist ein ursprünglicher Waldsee, umgeben von altem Wald und Mooren, aber leider etwas schwer überschaubar. Hier gibt es Singschwäne, Rohrweihen und Wildenten.

                      In den 1930er Jahren sollte der Seespiegel um 80 cm gesenkt werden um mehr Waldfläche zu gewinnen. Während den Grabungen reduzierte sich der Wasserstand eines nachts jedoch mehr als berechnet und die Seefläche sank um 150 cm auf das heutige Niveau.

 

 

Das Honolulu Koje

 

                    

Ein kurzer Abstecher vom Weg führt dich zur Honolulu Koje. Diese Hütte wurde im Frühjahr 2005 eröffnet nachdem die alte, erbaut während des Ersten Weltkrieges, niederbrannte. Die Hütte ist ein beliebter Rast- und Übernachtungsplatz. Hier ist es sehr nett und gemütlich um ein Feuer zu machen, Essen zuzubereiten und zu nächtigen.

 

MARMA – ÄLVKARLEBY – LÅNGHÄLL – GÄSTRIKELEDEN

Bevor du nach Marma kommst, passierst du das Dragon Gate, ehemals Hotel Älvkarlen, jetzt in dem namengebenden Erscheinungsbild. Hier gibt es Parkmöglichkeiten und Informationen zum Upplandsleden. Via Waldpfaden und kleineren Wegen erhälst du schnell ersten Kontakt mit dem großen Fluss Dalälven. Während der Sommerzeit kannst du in Marma das Flößermuseum besuchen (eingeschränkte Öffnungszeiten, mehr unter der Tel. Nr. +46 73 738 36 65), Süßigkeiten für die Wanderung einkaufen, dich an einem Imbissstand stärken und vielleicht sogar ein kurzes Bad im Dalälven nehmen.

                      Marma hieß früher Båtsmanshusen, benannt nach den Bootsmännern die im 17. Und 18. Jahrhundert in diese Gegend gekommen sind.  Diese waren Teil der Marine und Gegenstück zu den abrufbereiten Soldaten an Land. Als 1874 die Eisenbahn gebaut wurde, erhielt der Bahnhof den Namen Marma, nach dem etwas südlicher liegenden Dorf Marma.

                      Ein Stück weiter im Norden von Marma befindet sich ein Gräberfeld aus der Eisenzeit. Bei den Ausgrabungen 1717 fand man einen Silberschatz, welcher jetzt im Historischen Museum in Stockholm aufbewahrt wird. Nochmal einige hundert Meter weiter und du bist beim Vogelturm (22). Von hier aus hast du eine hinreissende Aussicht auf den Storfjärden und seine Vogelwelt.

                      Auf deiner Wanderung Richtung Norden kommst du an Tensmyra vorbei. Hier hatte Gustav Wasa 1554-55 eine Lachs- und Alfischerei angelegt, behütet von vier Fischern und einem Vogt. Die Frühjahrsflut von 1660 spülte die Anlage weg und wurde danach nie wieder aufgebaut wurde.

                      Im Naturreservat Grobholmen gibt es einen herrlichen Rastplatz.

                     

 

Kungsådran und das Touristenhotel Foto Berndt Godin

 

 

Bei Dalälvens letztem Wasserfall vor dem Meer, liegt das Kraftwerk von Älvkarleby. Bevor das Kraftwerk im Jahre 1915 gebaut wurde, rauschte das Wasser an drei Stellen nieder: Storfallet, Mellanfallet und Kungsådran. Heute ist nur noch im Kungsådran (auf deutsch Königsader) Wasser zu finden, ein Wanderweg der Lachse. Am ‚Tag des Wasserfalls’, der Sonntag vor dem längsten Tag des Jahres, werden die Schleusen geöffnet und die Wassermassen des Dalälven können ungehindert über die Steinplatten hinabbrausen. Auf Laxön (übersetzt Lachsinsel) gibt es eine Vielzahl an Essens- und Übernachtungsmöglichkeiten samt Ausflugszielen. Mehr zu den Öffnungszeiten und sonstige Informationen unter www.alvkarleby.se.

                      Nach Älvkarleby bringt dich der Upplandsleden durch Wälder hinauf zu Bezirksgrenzen.

                      Bei Höghällsberget liegen die Überreste einer Fluchtburg.

                      Djupsjöns Windschutz liegt einige hundert Meter vom Weg entfernt und gehört dem lokalen Fischerklub.

                      500 Meter vor Långhäll liegen drei runde Steinhaufen. Vor dem größten Steinhaufen kannst du eine ovale Steinsetzung, bestehend aus zwölf Steinen, sehen, wahrscheinlich ein Richtering.

                      Das Gehöft Långhäll, mitten auf der Grenze, war bis zum Jahre 1943 bewohnt. Heute ist nur noch die ehemalige Gemarkung, die Wasserquelle und der Windschutz übrig.

                      Von hier aus setzt deine Wanderung auf dem Gästrikeleden fort.                       

 

HÄRJARÖ – LILLKYRKA – ENKÖPING

Das Erholungsgebiet, das Naturreservat und der Campingplatz von Härjarö sind umgeben von den wunderbaren Buchten des Mälaren. Wenn du der Beschilderung des Upplandsleden zum unteren Parkplatz folgst, gelangst du an den Startpunkt des westlichen Abschnittes des Upplandsleden, dieser führt hinauf nach Siggefora. Während des Sommers kannst du hier deinen Rucksack mit Snacks vom Kiosk versehen oder die Bewirtung genießen. Du kannst ebenso in einem der 14 Ferienhäuschen übernachten, alle sind für Selbstversorgung ausgerüstet. Mehr Auskunft zu Öffnungszeiten und Buchung unter +46 171 822 90. Im Erholungsgebiet gibt es mehrere Rundwanderwege, du kannst zudem fischen und Boot, Kanu bzw. Fahrrad ausleihen. Im Sommer fährt ein Boot nach Björkö, dort kann man Birka besuchen, ein ehemaliger Handelsplatz der Wikinger.

                      Auf gutbegehbaren Pfaden kommst du bald hinaus zum Mälaren, nach ein paar Kilometern kannst du eine Pause machen und bei Äpplenäsgrunds Bade- und Rastplatz vielleicht ein Bad nehmen. Kurz vor Amnö öffnet sich die Landschaft und deine Wanderung setzt nun fort auf blumenbewachsenen Kieswegen. Ganz im Süden von den aufgelassenen Silotürmen in Ön befindet sich ein weiterer Badeplatz.

                      Nach einer längeren Wanderung erreichst du südlich von Hällsta schattenspendenden Wald. Via einladenden Waldpfaden und offenen Fluren gelangst du bald nach Lillkyrka. Die letzten Kilometer vor Lillkyrka gehst du auf dem ‚Fornstigen’. Informationstafeln erzählen von Überresten aus der Bronzezeit, der Wikingerzeit und der Neuzeit.

                      Ca. 500 Meter westlich des Wanderweges liegt der ehemalige Hässlinge See. Kurze Zeit im Frühling, nach der Schneeschmelze, sind die überschwemmten Flächen ein attraktiver Rastplatz für Wildenten, Gänse und Schwäne.

                      Der Weg schlängelt sich weiter durch Trögdens vielfältige Landschaft, führt südlich von Boglösa/Hemsta vorbei an Felszeichnungen und erreicht allmählich Bredsand. Hier gibt es einen Badeplatz, einen 4-Sterne Campingplatz, ein Restaurant (geöffnet 1/4 bis 1/10), Minigolf, Boot- und Fahrradverleih. Zudem befindet sich genau dort wo du aus dem Wald kommst die ganzjährig geöffnete Jugendherberge von Bredsand.

                      Du kannst deine Wanderung bei Gånstastugan, ca. 1 Kilometer südlich von Enköping, beenden (oder starten).

 

ENKÖPING – SKATTMANSÖ

Enköping ist eine der ältesten Städte Schwedens und war bereits in der Wikingerzeit ein bekannter Marktplatz. Heute ist die Stadt bekannt für ihre schönen Pärke (im Sommer mit geführten Touren). Der größte Erfinder der Stadt, J.P. Johansson, konstruierte am Ende des 19. Jahrhunderts sowohl die Rohrzange als auch den Rohrgabelschlüssel, auch bekannt als ‚Engländer’. Diese Werkzeuge wurden noch bis 2006 hier produziert. Wenn du mehr über die Geschichte der Stadt wissen willst, dann lohnt sich ein Besuch des Enköping Museums, Rådhusgatan 13.

                      Falls du deine Wanderung nördlich von Enköping starten und nicht von Gånstastugan losgehen willst, gibt es dort ebenso mehrere gute Parkmöglichkeiten. Upplandsleden führt vorbei am Sportzentrum, wo es ein Hallenbad, Duschen, Sauna und ein Restaurant gibt. Die Strecke geht nordwärts, die ersten sechs bis sieben Kilometer an kleineren Seitenwegen entlang, vorbei an einem Militärgebiet und an Kiesgruben.

                      Der Wanderweg verläuft unterhalb des Äsåsen. Ein Ås ist eine mehrere zehnermeterhohe und bahndammähnliche Aufschüttung, welche am Ende der letzten Eiszeit entstanden ist. Wenn du Gräber aus der Eisenzeit besichtigen und eine Aussicht auf das Ås haben willst, dann gehe ca. 300 Meter westwärts, entlang des Weges nördlich vom Ås. Hier gibt es einen Rastplatz mit Informationen. Weitere 100 Meter entlang des Weges befindet sich das wassergefüllte Åsgrab Äspuss. Dieses Gräberfeld auf dem Ås stammt aus der Römischen Kaiserzeit (0-400 n. Chr.).  Hier befinden sich 41 Gräber und drei aufgestellte Steine. Zwischen den Gräbern gibt es vier Steinsetzungen, die ein großes  Quadrat bilden.

                      Bei der Mühle von Härnevi passierst du den Örsundaån. Die Mühle wurde 1864 fertiggestellt und ist heute Kulturdenkmal. Sie war zuletzt 1988 in Betrieb und ist im Besitz von Müllern in der nunmehr dritten Generation.

                      Härleds Heimathof ist aus dem 18. Jahrhundert. Hier gibt es außer dem Wohngebäude, einen Stall, Speicher und eine Soldatenkate. Der sehr schön angelegte Hof ist ein idealer Rastplatz. Wenn du das Bauerngehöft und die Fluren passiert hast, kommst du nach Stakvreten. Hier befindet sich eine alte Scheune die für Pausen während der Wanderung wieder hergerichtet wurde und ein Dach über dem Kopf bietet.

 

SKATTMANSÖ – SIGGEFORA

Bei dem Gehöft Gävle kann man die Grundmauern von einer Unterkunft sehen, in der der Soldat Björk einst wohnte. Wenn du den Weg ein paar Meter verlässt, findest du eine dezimetergroße, in den Fels geschliffene ‚Älvkvarn’ (eine schüsselförmige Hohlform, die Opferritualen diente). Informationstafeln weisen auf den Platz hin. Nächster Halt auf deiner Wanderung ist das Naturreservat von Ytterkvarn und Skattmansöådalen. Der Fluss von Skattmansö bettet sich in eine in Laubwald gekleidete Schlucht und breitet sich südwärts in einem offenen Tal aus. Die für uppländische Verhältnisse große Fallhöhe des Wassers wurde jahrhundertelang für Säge- und Mühltätigkeiten sowie zur Eisenverhüttung genutzt. Die Reste davon kannst du unterhalb der Steinbogenbrücke aus dem Jahre 1876 sehen.

                      Das Flusstal von Skattmansö ist während des ganzen Jahres ein beliebtes Freizeitgebiet. Sowohl Ytterkvarn als auch Skattmansö Rasthäuschen sind geeignete Startpunkte. Das Rasthäuschen hat während der Wandersaison jedoch nicht geöffnet, es gibt allerdings einen Windschutz und Wasser.

                      Nach einer sechs Kilometer langen Wanderung entlang von Forststraßen und Pfaden öffnet sich bei Tenasjön die Landschaft. Nördlich des Sees, etwas vom Weg entfernt, liegt Uvhällsklack. Die Aussicht und die zwölfmeterhohe, senkrechte Felswand kann einen Abstecher wert sein.    

                     

 

 

Singschwan Foto Berndt Godin

 

 

Wenn du die Eisenbahn und Landstraße 72 überquert hast, gelangst du bald zum waldumgebenen Skärsjön. Im Frühjahr kannst du mit etwas Glück sowohl Prachttauer als auch Singschwan hören und sehen.

                      Bald kommst du auf den Weg der am Bredsjön vorbeiführt und eine gut und gerne sechs Kilometer lange Wegwanderung beginnt. Hier triffst du auf eine schöne Gegend mit offenen Anbaugebieten und edlen Laubwäldern. Der schlängelnde Dorfweg leitet dich alsbald hinauf zum Ramsmossen - Mosse bedeutet Moor - und zu den zwei Weihern Lilla und Stora Ramsmossjön. Hier kannst du zwischen einer westlichen und einer östlichen Strecke des Upplandsleden zu dem Parkplatz westlich vom Siggeforasjön wählen, beide sind ungefähr gleich lang. Von hier aus führt ein Abstecher zum Siggefora Bad & Camping. Nützliche Auskünfte erhältst du unter der Telefonnummer +46 18 39 30 32. 

 

BÅLSTA – HÄGGEBY – SKOKLOSTER

Der Upplandsleden Richtung Skokloster und Sånka Camping beginnt beim oberen Parkplatz des Bålsta Bahnhofes.

                      Die Eisenbahn zwischen Stockholm und Enköping wurde 1876 eingeweiht, seitdem ist Bålsta zu einer modernen Siedlung gewachsen.

                      Nachdem du Bålsta verlassen hast, kommst du hinauf zum Granåsen und zum Rastplatz bei der Granåsen Hütte. Du gehst hier parallel zum Lilla Ullfjärden, der mit einer maximalen Tiefe von gut und gern 50 Metern einer der tiefsten ‚Fjorde’ des Mälaren ist. Das klare und kalkreiche Wasser ist Grundlage für eine einzigarte Flora und Fauna. Unter anderem gibt es hier vier Arten von Krebstieren, welche ein Überbleibsel aus der letzten Vereisung sind. Der Fischbestand mit unter anderem Renken und Zwergmaränen ist ebenso außergewöhnlich.

                      Der Wanderweg geht ein kurzes Stück entlang des alten Enköpingweges, vorbei an Yttergrans Kirche bis zum Ekilla Bad. Hier gibt es gute Parkmöglichkeiten und einen Sommerkiosk.

                      Wenn du die gigantische Kiesgrube passierst – halte Ausschau nach ein wenig ungewöhnlichen Pflanzen! Hier gibt es unter anderem das Bergsandglöckchen, den gewöhnlichen Natternkopf und die Nachtkerze.

                      Ein leichtgebegehbarer Pfad bringt dich entlang des Stora Ullfjärden nach Varpsund. Direkt vor der Brücke steht der Varpsundsstein, einer der interessantester Runensteine Upplands. Die Inschrift erzählt von Gunnlev, der an ‚Ingvars Streifzug’ teilnahm, ein Wikingerstreifzug, der um das Jahr 1040, in die Gegend des Kaspischen Meeres führte. 

                      Allmählich kommst hinauf zum Rölundaåsen, der zum Uppsala Ås gehört. Hier hast du eine großartige Aussicht auf die blauschimmernden Wasserflächen des Mälaren und die offene, weite Landschaft. Auf dem Ås befinden sich prähistorische Gräber, unter anderem in Form von bronzezeitlichen Steinhaufen.

                      Die Kirche von Häggeby ist ebenso ein geeigneter Ausgangspunkt. Bevor du die Kirche verlässt, schau dir den Hästkampstenen an, dieser ist eine Kopie eines Bildsteines aus dem 6. Jahrhundert.

                      Bei dem Dorf Måttan wählst du den Weg nach Skokloster, gehe dann weiter via Söderskogen und bildschöner Aussichten auf den Mälaren inkl. Bade- und Rastplätzen. Wenn du von Måttan nordwärts gehst, kommst du entweder nach Sånka oder eine gut beschilderte Weggabelung zeigt dir einen weiteren Weg nach Skokloster. Dieser führt durch den Wald und vorbei an Håberget, beide Möglichkeiten nach Skokloser zu wandern sind mit sieben Kilometer ungefähr lang.

                      Das Naturreservat von Skokloster wurde 1972 gebildet, Zweck war die Erhaltung der mittelschwedischen Kulturlandschaft und diese der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

                      Das Schloss Skokloster ist eines der besterhaltenen Barockmuseen der Welt. Der Feldherr und Großgrundbesitzer Carl Gustaf Wrangel begann 1654 das Schloss anzulegen. Hier gibt es eine einzigartiges und guterhaltenes Umfeld aus dem 17. Jahrhundert mit großen Sammlungen von Gemälden, Möbeln, Waffen, Textilien, Büchern und vieles mehr. Nebenan befindet sich die mittelalterliche Klosterkirche. Mehr Auskünfte unter www.skoklostersslott.se

                      Sowohl von Stockholm als auch von Uppsala gibt es eine Schiffsverbindung nach Skokloster.

                      In Sånka befinden sich ein Bad, Camping und ein Sommerkiosk. Besuche auch die Soldatenkate und erlebe wie ein Soldat im 18. Jahrhundert gelebt hat.

 

WANDERUNG AUF DEM UPPLANDSLEDEN!

Eine Wanderung auf dem Upplandsleden bietet dir ein ruhevolles Naturerlebnis. Du entdeckst auch ein Stück von Uppland auf eine ungezwungene und stressfreie Art. Die orangefarbenen Wegmarkierungen auf Bäumen und Pfählen bringen dich zum Ziel. Um auf dem Upplandsleden wandern zu können bedarf es keiner umfangreichen oder teuren Ausrüstung. Es reichen normale Trekkingschuhe oder stabiles Schuhwerk, nur im Frühjahr oder bei nassem Wetter ist es besser mit Stiefeln zu wandern. Mit Hilfe von Stegen kann man Moore und Feuchtgebiete gut überqueren und über Bäche und Flüsse gibt es Brücken.

                      Wenn du Feuer machen willst, solltest du warten bis du zu einer der bereitgestellten Feuerstellen kommst. Bitte beachte die aktuellen Regeln. Während trockener Sommerperioden ist es verboten Feuer zu machen, auch auf Campingplätzen. Du darfst Zweige und Äste vom Boden nehmen. Es ist jedoch nicht erlaubt Äste abzubrechen, Bäume zu fällen oder Rinden von lebenden Bäumen zu verwenden. Vergiss nicht das Feuer jedes Mal ordentlich zu löschen und den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen! Entsprechend dem Sprichwort: ‚Mach nur Photos und hinterlasse nur Fußspuren!’

 

ALLEMANSRÄTTEN

In Schweden hat jeder Mensch das Recht sich frei in Wald und Feld zu bewegen. Gleichzeitig sind wir es der Umwelt schuldig Rücksicht zu nehmen und Behutsamkeit zu zeigen. Du darfst Blumen (solange diese nicht unter Naturschutz gestellt!), Beeren und Pilze pflücken. Du darfst ebenso 24 Stunden zelten ohne den Grundbesitzer zu fragen, aber du darfst keine Unordnung anrichten, ein fremdes Grundstück betreten oder Flora und Fauna beschädigen. Im Naturreservat gelten besondere Bestimmungen, diese sind den jeweiligen Informationstafeln zu entnehmen.

                      Der wesentliche Grundgedanke des Allemansrätten ist kurz und klar ausgedrückt: ‚Störe und Zerstöre nicht!’

 

 

ADRESSEN

Allgemeine Verantwortlichkeit und Entwicklung des Upplandsleden im Regierungsbezirk Uppsala

Verantwortung für die Betreibung und Erhaltung haben respektive die Kommunen

Im Regierungsbezirk Stockholm sind die Kommunen ebenso verantwortlich für Instandhaltung und Entwicklung des Upplandsleden

VÄLLENKARTE: Vällens einzigartige Natur bietet dir viele spannende und schöne Erlebnisse. Falls du mehr über Ausflugsziele Rund um den See wissen willst, gibt es eine Karte, die du gratis bei BIOTOPIA in Uppsala abholen kannst.

SMULTRONSTÄLLEN: Willst du interessante und schöne Natur erleben und genießen? Auf unserer Homepage erhältst du Tips und Ideen zu Ausflugszielen und was man im Bezirk Uppsala machen und sehen kann.

www.smulronstallen.nu

 

ÜBER UPPLANDSSTIFTELSEN

Upplandsstiftelsen wird vom Bezirkslandtag und von den Kommunen des Bezirks Uppsala getragen. Die Stiftung wurde 1972 ins Leben gerufen um das Freizeitinteresse der Allgemeinheit zu erleichtern, anzuregen und die Natur von Uppland zu bewahren und zu schützen. Die Stiftung besitzt und verwaltet mehr als 30 Naturgebiete im Bezirk Uppsala, die meisten davon sind Naturreservate. Upplandsstiftelsen ist ebenso verantwortlich für den Upplandsleden und drei Kanorouten.

Die Büroräumlichkeiten befinden sich in Uppsala beim Kungsgärdet Center, die Besuchsadresse lautet St. Johannesgatan 28 G.

                       

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Upplandsstiftelsen • Box 26074 • 750 26 Uppsala • Telefon: 018-611 62 71 • Fax: 018-51 16 98 • E-post: info@upplandsstiftelsen.se